in Zusammenarbeit mit: Arch DI Thorsten Rolek, Arch DI Evgeni Gerginski
Die Lage des Planungsgebietes in Mitten der unterschiedlichen Verkehrsachsen und Haltestellen (Bus, Straßenbahn, S-Bahn) wird als Potenzial für die Entwicklung eines dynamischen, städtischen Umfeldes gesehen. Die Positionierung der Bebauung ordnet sich den direkten fußläufigen Verbindungen zwischen den Haltestellen unter.
Die Umsteigeachsen werden als kurze Wege aufgenommen und von einer attraktiven Erdgeschoßzone gesäumt.
Die Funktionen der Erdgeschoßzone laden einerseits zum Verweilen, Warten, Kommunizieren ein (Cafe, Restaurant, Verweilzonen im Freiraum), sie dienen andererseits dem schnellen, zweckdienlichen Konsumieren „beim Vorbeigehen“ (Bäcker, Blumen- und Zeitungsgeschäft, Trafik, Würstelstand).
Die Bahnhaltestellte wird achsmittig zwischen Cluster 1+2 verlegt. Durch diese zentrale Positionierung werden die Wege kürzer. Der Bahnsteig kann gefahrlos und barrierefrei über die platzmittig positionierte Unterführung erreicht werden. Die Bahnstrecke kann weiters über die Achse Lainzerstraße/Speisingerstraße fußläufig überquert werden.
Das umliegende Radwegenetz wird im Planungsgebiet aufgegriffen und weitergeführt. Zwischen Cluster 1 und Bahnstrecke wird ein Radweg geschaffen, der über eine Rampe (10%) im Osten an die Hofwiesengasse und in weiterer Folge an die Preyergasse anschließt.
Entlang der Bahnstrecke werden die bestehenden Radrouten zwischen Anton-Langer-Gasse und Himmelbaurgasse durch einen neuen Radweg verbunden.
Entlang des Preyergasse wird der bestehende Radweg über eine Abzweigung in das Zentrum des Clusters 2 geführt. Dort befindet sich eine Bike-Werkstatt, sowie ein Fahrradabstellplatz, von dem aus auf die öffentlichen Verkehrsmittel umgestiegen werden kann. Am prominenten Eck des Cluster 2 (Ecke Preyergasse / Lainzer Straße) befindet sich der Infopoint. Dort können Fahrräder, Segways und Roller ausgeliehen werden, um die Umgebung und umliegenden Freiräume erkunden zu können.
Die unterschiedlichen Cluster nehmen verschiedene Wohnformen und Nutzungen auf:
Cluster 1 bildet die temporäre Wohnform für junge berufstätige Personen.
Cluster 2 beinhaltet neben öffentlichen Nutzungen Wohnformen für Familienwohnen.
Cluster 3 beinhaltet Wohnungen für SeniorInnen.
Da die Ansprüche an das Wohnen selbst innerhalb der verschiedenen Generationen unterschiedlich sind, werden die Wohnformen bewusst durch deren Positionierung in verschiedenen Clustern getrennt.
Die Begegnung und Interaktion zwischen den Generationen findet nicht im privaten Wohnen, sondern in den öffentlichen Nutzungen statt. So werden die öffentlichen Erdgeschoßzonen mit Nutzungen gefüllt, die ein direktes Nebeneinander und vor allem Miteinander von Generationen zulässt, wie z.B. Generationcenter, Sport- und Spieleinrichtungen, Bibliothek und Vorleseraum, Restaurant, Cafe, Verweilzonen im Freiraum etc.
- Einsatz von Materialien mit wirtschaftlichen und nachhaltigen Eigenschaften in Erzeugung, Verbringung und Entsorgung.
- Aktivierung von Speichermasse durch Massivbauweise aus Beton und Ziegel,
- konstruktiver Wärmeschutz durch vorgehängte Fassaden,
- außenliegender Sonnenschutz als Schutz vor sommerlicher Überhitzung
- kontrollierte Raumbelüftung durch automatisierte Systeme
- ca. 1000m² Solarkollektoren auf den Dächern zur Einspeisung des erwärmten Wassers in den Warmwasserkreislauf
- Photovoltaikanlage zur Einrichtung einer Stromtankstelle beim Infopoint.